Zweisameinsam

Am Samstag Abend war ich kurz davor folgenden Facebook-Post zu verfassen:

“Suche Freundin/Freund zum gemeinsamen Abhängen auf der Couch am Wochenende. Gerne mit Erfahrungen beim Mario Kart und Mario Party. Brettspiele und Sing Star sind auch kein Problem. Du darfst auch Wein trinken, während ich bei Saftschorle bleibe, aber mir nicht das Gefühl geben, dass du etwas verpasst, weil du nicht betrunken durch die Clubs tanzt. Ich biete eine Wii, eine Playstation, Nagellack in 100 Farben, eine tolle Couch und Fußbodenheizung.”

Das Wochenende bahnt sich jede Woche gleichermaßen an und statt lauter Musik und rauchigen Bars stehen bei mir eher entspannte Abende auf dem Programm. Schon in Paris habe ich gemerkt wie schnell man sozial abgenabelt wird, wenn man keinen Alkohol trinkt und nicht mit raus geht zum Rauchen. Zum Beispiel, wenn für alle Drinks bestellt werden und keiner daran denkt, dass auch ich flüssige Dinge zu mir nehmen kann, wenn sie keinen Alkohol enthalten. Da frage ich mich doch, wie es jemandem geht, der keinen positiven Grund hat auf Alkohol zu verzichten, es aber tun muss? Ich denke mir immer “Für was, als für ein Baby im Bauch, lohnt es sich mehr böse Dinge aus dem Alltag zu streichen”. Und das fällt mir auch gar nicht schwer. Wenn ich mich so richtig ärgere, könnte ich zwar manchmal eine fiese Zigarette vertragen, aber die Wut lasse ich einfach an anderen ab. Das ist wiederum ein anderes Thema…

Bleibt trotzdem die Frage, ob nur ich mich seit der Schwangerschaft sozial ausgegliedert fühle, ob ich selbst daran Schuld bin oder nur mal wieder in einem “Ich-bin-so-einsam-Film” unterwegs bin, bei dem der Abspann schon fast läuft und alles gut wird.

Und, wie schlecht geht’s dir?

Morgenübelkeit, schlechte Laune und überhaupt Schmerzen überall – Ich gehöre in Woche 11 nach wie vor zu den Glücklichen, denen diese Dinge erspart geblieben sind. Ich klopfe gerne jeden Tag auf Holz, wenn sich das nicht ändert. Brustschmerzen am Anfang, unendliche Müdigkeit und ein Ziehen im Bauch begleiten mich, aber damit kann ich ganz gut leben.

Letzteres hat mich allerdings überrascht. Ich gehöre zu den Menschen, die sich über jeden Schritt und jedes mögliche Szenario in ihrem Leben schon mal Gedanken gemacht haben. Ich bin schon auf verschiedene Art und Weisen ums Leben gekommen und habe auch schon in dem ein oder anderen Land gelebt. Ich war Popstar, Designer und Stripperin. Allerdings nur in meinem Kopf. Darin habe ich auch schon mindestens hundert Mal über jegliche Aspekte der Schwangerschaft nachgedacht. Völlig vergessen habe ich dabei aber die Tatsache, dass dieser Bauch ja auch irgendwie wächst. Und das ziemlich schnell. Wie sich das anfühlen könnt kam mir nie in den Sinn. Das erste Ziehen traf mich wie ein kleiner Blitz und zunächst dachte ich da stimmt etwas nicht. Nach dem (fast) täglichen Konsultieren meiner Mutter – Kinderkrankenschwester auf der Neugeborenenstation, die Kurse in Aquafitness für Schwangere und Babyschwimmen gibt BÄM – leuchtete mir dann ein, dass man solch eine Veränderung logischerweise auch spüren muss. Da mich selten etwas überrascht, musste ich etwas über mich selbst schmunzeln und bin gleichzeitig ziemlich happy, dass mich in den kommenden Monaten noch viele Dinge überraschen und zum Schmunzeln bringen werden. Bis dahin kleine Muschel ♥

Der Tag, ab dem ich keine Minisalami-Sticks mehr essen durfte

Luftgetrocknete Salami kann man gut und gerne als mein Laster bezeichnen. Vor allem die, die in praktischer Miniversion To Go kommen. Ein Päckchen findet sich häufig in meiner Tasche. Doch damit ist, wie mit so vielen anderen Dingen, seit ein paar Wochen Schluss. Auf der Don’t Liste stehen spaßige Dinge wie: Rohmilchprodukte, roher Schinken, Carbonara mit Ei (außer ich lasse die Eier zu Rührei werden), meine geliebte Salami und viele andere Dinge, die ich mag… Alkohol (bye bye Weinschorle und Wodka Soda) ist auch tabu.

Wer Cluedo mäßig aufgepasst hat und ein Fuchs ist, kann sich denken warum all das von meinem Speiseplan weichen musste. Yes, in mir wächst eine kleine Muschel aka ich bin schwanger! Das wusste ich dank ein zwei minimaler Symptome schon in der 3. Woche bzw. eigentlich habe ich schon in der 1. Woche bemerkt, dass im Parterre etwas vor sich geht. Da eine Nacht anstand, die meine Trinkfestigkeit abrufen würde, habe ich dann doch einen Test gemacht, der in wenigen Sekunden zeigte, was ich eigentlich schon wusste. Test 2 und 3 haben das Ergebnis beglaubigt und den Abend habe ich gerne sausen lassen. Denn gibt es einen besseren Grund auf diese Dinge (ja, auch auf Minisalami-Sticks) zu verzichten?

Im September soll das Mini-We kommen. Ca. ein Jahr nach unserer Hochzeit würde dann mein Traum vom September-Kind in Erfüllung gehen und bis dahin drücken wir die Daumen, dass es sich prima entwickelt und ne Menge Spaß in mir hat ♥

T by Alexander Wang – Campaign 2014

Like getting slapped in the face by a giant Wang - Alexander Wang präsentiert die neue T by Alexander Wang Kampagne 2014 mit einem Comedy-Musik-Video und zeigt damit, dass Mode nicht nur kleiden, sondern auch entertainen kann und spielt auf so einige aktuelle Skandale in der Modewelt an (“I haven’t been this uncomfortable since the Terry Richardson shoot…”). Das Video startet zunächst mit einem typischen schwarz/weiß Fashionfilm. In der Hauptrolle: Model Behati Prinsloo. Im Aufzug trifft sie allerdings auf Mango, einer lang verschollenen Figur aus Saturday Night Live, die sich kurze Zeit später mit Rapperin Sharaya J. in einem echten Diva-Battle wiederfindet… Klingt seltsam? Ist es auch. Aber dafür endlich mal komisch und mit dem richtigen Augenzwinkern und guter Musik. I like!

 

I miss you

Where are you and I’m so sorry
I cannot sleep, I cannot dream tonight
I need somebody and always
This sick, strange darkness
Comes creeping on so haunting everytime
And as I stared I counted the webs from all the spiders
Catching things and eating their insides
Like indecision to call you and hear your voice of treason
Will you come home and stop this pain tonight?


Blink-182 – I Miss You von Mister_Killer

We don’t need no rice!

Ich hätte nicht gedacht, dass wir bei unseren Vorbereitungen zur Hochzeit immer wieder auf das Thema Reis kommen. Ich bin mehr der Nudeltyp, aber natürlich geht es eher darum mit was man uns nach der Trauung beschmeißt. Wir waren uns zum Glück sofort einig und verteilen jetzt fleißig die Botschaft, dass wir keinen Reis bei der Hochzeit sehen wollen und wir allgemein auf die Schmeißerei verzichten würden.

Und bei Ohsopretty fand ich eine wunderbare Alternative für ein wenig Stimmung nach der Trauung. Die hübschen Wedding Wands bekommt bei uns nun jeder Gast, für ein melodisches Gebimmel beim Auszug aus der Kirche. Die Farben der Bänder konnte ich mir sogar aussuchen und bei der Gelegenheit hat mir Julia ein bisschen was über ihren zauberhaften Shop erzählt:

“Gegründet habe ich Ohsopretty im August 2013 nach unserer eigenen Hochzeit im Jahr davor. Irgendwie habe ich nichts Schönes zum dekorieren gefunden und da kam die Idee es einfach selbst zu machen. Die ganzen amerikanischen Blogs sind voll mit Ideen, aber man bekam damals die Produkte dazu nicht. Davor habe ich als Buyer und Designer für ein deutsches Modehaus gearbeitet, daher mag ich die kreative Arbeit mit schönen Dingen. Aber nach einer kleinen Babypause wollte ich endlich etwas Eigenes machen und mein eigner Chef werden. Dann habe ich mich einfach mal getraut und versuche nun ständig neue, schöne (und bezahlbare) Dinge aus der ganzen Welt rund um das Thema Hochzeit zu beschaffen. Ab nächstem Jahr wird es noch eine Papeterie-Serie geben und einen ganzheitlichen Weddingplanning-Service. Da freue ich mich schon sehr darauf.”

Irgendwie ein bisschen schade, dass ich dann schon verheiratet bin. Aber bei Ohsopretty finden sich tolle Sachen für jede Party und Julia hat mir verraten, dass der Onlineshop in den nächsten Tagen noch ordentlich aufgestockt wird. Die Wedding Wands sind schon bestellt, aber ich bin sicher, dass ich bis August noch öfter den Kaufen-Button klicken werde.